Kategorie-Archiv für Vorfreude – typische Fragen

Das Schnuffeltier-Double

von Petra Rolfs

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Ihr Kind hat ein Lieblings-Stofftier, das es über alles liebt und das eigentlich unersetzlich ist ? Dann sollten Sie diese Geschichte lesen.

Warum fragt nie einer unserer Urlauber im Voraus, und zwar weit im Voraus:

Sollte ich besser ein Schnuffeltier-Double für die Reise besorgen?

Und wie lange im Voraus muss so ein Schnuffeltier-Double eingeschnuffelt werden, damit es am Urlaubsort auch wirklich funktioniert, wenn das Original verloren gegangen sein sollte?

Unsere entschiedene Antwort wäre:

Ja! Auf jeden Fall müssen Sie ein Schnuffeltier-Double besorgen. Mindestens eines!

Und das sollte schon Wochen vor dem Urlaub besorgt werden. Und es muss auf jeden Fall vorher eingeschnuffelt werden! Was anderes funktioniert nicht!

Vertrödeln Sie bloß keine Zeit damit, Ihre Kleidung sorgfältig in Reisetaschen oder Koffer zu packen. Alles in Wäschekörbe geworfen und fertig. Waschen können Sie hier auch. Es gibt wirklich wichtigere Dinge, die langfristig geplant werden müssen.

Aber ohne das Lieblings-Schnuffeltier den Urlaub verbringen? Das geht gar nicht. Wir lassen Sie zwar trotzdem auf den Hof, aber unsere Solidarität liegt eindeutig bei Ihrem Kind, das ist gewiss.

Warum fragt das nie jemand? Die Antwort könnte doch so hilfreich sein und der ganzen Familie einen unbeschwerten, glücklichen Urlaub garantieren.

Die Stolperfalle ‚verlorenes Schnuffeltier‘ kann Sie nämlich nicht nur auf der Hinreise erwischen, wenn sich der Familienvater doch tatsächlich weigert, die 600 km bis zu der Raststätte zurückzufahren, wo das Schnuffeltier zuletzt gesehen wurde.

Auch bei der Abreise verstecken sich die Schnuffeltiere zwecks Schnuffeltier-Urlaubsverlängerung gerne irgendwo in der Ferienwohnung. Na ja, DPD hat eine bezahlbare Expresslieferung, aber auch die braucht noch 24 Stunden.

Sicher, das Schnuffeltier könnte auch ein Jahr warten, bis Sie wiederkommen. Aber kann Ihr Kind das auch?

Also: Wichtigstes Urlaubs-Utensil, das Schnuffeltier-Double!

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Wir würden gerne Flut buchen

von Petra Rolfs

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Natürlich hat noch niemand versucht, bei uns einen Urlaub mit Flutgarantie zu buchen, aber in die Richtung geht es schon, wenn ein Urlauber am Telefon fragt, wann denn die beste Zeit am Meer wäre, wenn die Familie viel schwimmen möchte.

Oder anders herum, die kleine Familie mit Krabbelkind möchte auf keinen Fall Flut, sondern lieber Ebbe, zur Sicherheit des Kindes und damit Entspannung der Eltern. Wir tun, was möglich ist, aber die Gezeiten auf die Bedürfnisse unserer Urlauber abzustimmen, ist nicht möglich. Wir arbeiten daran.

Bis dahin bleibt es so, dass die Gezeiten, also Ebbe und Flut, sich nach der Anziehungskraft des Mondes und damit nach den Mondphasen richten. Das Kommen und Gehen des Meeres findet zwei Mal täglich im Wechsel statt mit einer kleinen zeitlichen Verschiebung um eine halbe Stunde jeden Tag.

Keine Sorge, diese Zeiten müssen Sie nicht auswendig lernen, wenn Sie an der Nordsee Urlaub machen wollen. Die Gezeiten sind in dem sogenannten Tidenkalender nachzulesen, der überall aushängt. Wichtig zu wissen für das Studium des Tidenkalenders ist vielleicht noch, dass ‚HW‘ Hochwasser heißt und ‚NW‘ Niedrigwasser. Und schon erschließt sich Ihnen der Kalender wie von Zauberhand.

Ebbe und Flut an der Nordsee sind übrigens auch keine Schwupps-und-weg-Phänomene. Das Wasser steigt langsam an und fällt auch langsam.

Wenn die lieben Kinder also mit Ehrgeiz und Ausdauer gegen die anlaufende Flut superstabile Wattdämme bauen wollen bzw. müssen, denn das Meer könnte ja den Strandkorb mit der Schokolade überschwemmen, lassen Sie sie ruhig noch ein wenig den Fluten des Meeres trotzen, in der Nähe des Ufers besteht keine Gefahr.

Wir empfehlen allerdings, an sonnigen Tagen die wattbespritzten Kinder vor dem kompletten Aushärten lieber von der Wattschicht zu befreien.

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Haben sie eigentlich auch einen Spielplatz?

von Petra Rolfs

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Diese Frage am Telefon beantworte ich immer mit: „Ja klar, mit Rutsche, Schaukel und Wippe.“ Das beruhigt Eltern immer sehr und ist ihnen ganz wichtig.

Mir ist viel wichtiger, dass der Spielplatz wild und urig ist. Dass auf ihm Obstbeeren wachsen, die man essen kann und dass es ein richtiges Gebüsch zum drin Spielen gibt. Ich habe als kleiner Mensch auf Grünanlagen spielen dürfen, die zweimal in der Woche gemäht wurden und auf denen immer die neuesten TÜV-zertifizierten Spielgeräte installiert wurden. Das hat meine Mutter immer sehr beruhigt.

Für mich und meine Freunde war aber immer nur das Gebüsch am kleinen Bach spannend, das von der Stadt nicht gepflegt wurde. Da durften wir bloß leider nicht hin!

Nach meiner eigenen und den Erfahrungen der letzten 25 Jahre mit Kindern auf dem Hof heraus wird jetzt nur noch ab und zu gemäht. Wir haben die tollsten wilden Blumen und die buntesten Schmetterlinge im Gras.

Wir haben ein Gebüsch, das alle Kinder lieben und das richtig ‚gefährlich‘ ist. Es gibt Brennnesseln und die Dornen der wilden Brombeeren und die Hühner regen sich immer ganz furchtbar auf, wenn man sie trifft.

Wir haben eine Schaukel im Mirabellenbaum – nein, sie ist nicht TÜV-geprüft aber selbst die Eltern sitzen auf ihr. Und es gibt viel Raum zum Kind sein.

Ach ja, die Wippe, das Klettergerüst und die große Schaukel haben dann doch eine TÜV-Abnahme.

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