Deichnachrichten

aus der Schäferei & Reiterei

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Schaf-Code geknackt!

von Petra Rolfs

Mafiaschafe

Eine aktuelle Pressemitteilung von focus-online stellt die Schäferei Rolfs vor neue Aufgaben.
Dort war zu lesen:

„Mitglieder eines italienischen Mafia-Clans haben offenbar jahrezehntelang auf eine uralte Kommunikationsmethode gesetzt, um ungestört ihren kriminellen Geschäften nachgehen zu können: Verschlüsselte Botschaften aus der Schäfersprache.“ (http://www.focus.de/panorama/welt/schaf-code-geknackt-italienische-polizei-schnappt-vertraute-des-mafia-paten-denaro_id_4856182.html)

Wie hat das funktioniert? Sätze wie „Die Schafe kommen in den Pferch“ oder „Wir müssen umweiden“ hatten wohl einen deutlich anderen Hintergrund als die Schafe von A nach B zu treiben. Wahrscheinlich übersteigt es deutlich unser Vorstellungsvermögen was damit in der Realität gemeint war. Doch nun hat die Polizei den Code geknackt…“

Aber welche Auswirkungen hat das für uns?
Es ist ja schon schwierig genug, mittags alle an einen Tisch zu bekommen. Die Arbeit sitzt uns im Nacken, Arbeitsabläufe bei den Schafen müssen besprochen werden und essen muss auch sein. Da wird schon mal der ein oder andere Satz etwas verkürzt: „Heute Nachmittag wird geschoren“ „Morgen um sechs im Fieler Moor!“
Müssen wir uns nun ganz neue Kommunikationsstrukturen angewöhnen, damit wir nicht in Verdacht geraten? „Ich seh‘ mal nach den Schafen am Deich“, das sagt sich so schnell im Alltag. Wenn das in die falschen Ohren gerät, könnte das auch als Hinweis auf eine getarnte Lieferung „per Fischkutter“ interpretiert werden. Nicht auszudenken! Und dann liegt Büsumer Deichhausen auch noch im Zollgrenzbezirk. Wie sollen wir in Zukunft auf neue Gäste zugehen? Und wie neue Mitarbeiter werben, ohne allzu offensichtlich in ein Zwielichtes Licht zu geraten ?

Noch sind wir etwas ratlos – jedenfalls was unsere eindeutige Kommunikation angeht. Aber es wäre nicht das erste Mal, daß Familie Rolfs neue Wege geht, wenn die alten zu ausgetreten sind und nicht mehr richtig funktionieren. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Ciao amici!

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Alt werden dürfen!

von Petra Rolfs

TomWir haben zauberhafte kleine junge Tiere auf unserem Hof. Aber genauso gibt es auch die, die schon gemessen in Tier-Jahren ziemlich alt sind. Sie sind nicht mehr so niedlich und puschelig wie die jungen aber mindestens genauso liebenswert.
Zum Beispiel unser alter Kater Tom. Alle kennen ihn, denn er sitzt täglich auf der Bank von der Küche direkt vorm Café. Er ist schon über 18 Jahre alt und wartet jeden Tag darauf, dass ein kleines Stückchen von den Resten der Brotzeit für ihn abfällt. Am liebsten mag er die feine Leberwurst. denn die kann er auch ohne Zähne gut zu sich nehmen. Morgens bekommt er eine Dose Katzen Seniorenfutter als Start in den Tag. Jedes Jahr wird der Fellwechsel ein bisschen beschwerlicher und er sieht übergangsweise immer ziemlich strubbelig aus. Es dauert einfach bis dem alten Kater wieder ein wirkliches Katzenfell gewachsen ist.
Und manchmal sagt dann jemand: „Oh die Katze sieht aber krank aus!“ – Nein – Tom ist nicht krank sondern nur alt. Es geht im gut und er genießt in vollen Zügen seine alten Tage.
Ich hoffe er kann es noch so lange genießen, wie es ihm gut geht. Und ich habe das Rückgrat ihn nicht einschläfern zu lassen nur weil jemand ihn nicht mehr „Urlaubshoftauglich“ findet.

Jedes Jahr wird mir ein bisschen mehr bewusst, dass es unserer Gesellschafft gut tun würde das Altern nicht einfach wegzuschieben sondern es anzunehmen.
Irgendwann sitze auch ich hoffentlich alt und ein bisschen schrumpelig von der vielen Sonne und dem Wind mit müden Knochen vor dem Café auf der Bank und freue mich auf eine schöne Tasse Kaffee und ein Stückchen Käsekuchen.
….und hoffentlich sagt dann keiner hinter vorgehaltener Hand: „Mein Gott – wie können die denn die Alte da noch sitzen lassen. Die ist wirklich nicht mehr vorzeigbar!“

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Nun kann er wachsen!

von Petra Rolfs

WeißkohlpflanzeHeute hat unser Junior die ersten 50.000 (!) Bio-Weißkohl-Pflanzen in die Erde bringen dürfen. Nach zwei Jahren Umstellung unserer konventionell bewirtschafteten Flächen auf Bio-Flächen war es endlich so weit!

Warum endlich? Zwei Jahre darf der Boden nicht gedüngt oder gespritzt werden dann entwickelt sich ein Acker zu einem Bio-Acker und Bio-Gemüse kann darauf kann angebaut werden. Wir haben in diesem Jahr schon 19 ha mit Hafer und Rote Beete angepflanzt… und jetzt auch Weißkohl in vier Sorten.
Halbautomatisch nennt man den Pflanz-Vorgang. Das heißt ein bisschen Maschine und immer noch ganz viel Handarbeit: Ein großer Trecker mit einer Pflanzmaschine fährt im Schritttempo über das Feld und alle, die auf der Maschine sitzen, legen immer eine Pflanze nach der anderen in einen Pflanzbecher, der die kleinen Pflänzchen einfach in die Erde steckt.
Kein Traum-Job , denn bei Wind und Wetter fliegt auch viel Sand durch Luft. Und auch der, der den ganzen Tag hinter dem Trecker her läuft und schaut ob auch alle Pflanzen im Boden mit genug Erde bedeckt sind, kann sich eine nettere Beschäftigung vorstellen ;) Aber – haben die Pflanzen keinen Bodenschluß vertrocknen sie einfach.
Am Ende des Tages aber stecken alle Setzlinge in guter dithmarscher Erde und können loswachsen. Die Menschen auf und neben der Maschine stehen unter der Dusche und waschen sich den guten dithmarscher Boden aus den Haaren und vom Körper bis es nicht mehr knirscht.
Danach könnte man immer in der Dusche, wenn man nicht ganz gut nachspült, auch gleich noch Kohl pflanzen – aber das haben wir heute lieber im Speicher-Koog auf den dafür vorgesehenen Bioflächen getan. ;)

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Das Büroimplantat

von Petra Rolfs

die Schäfin

Seit einigen Tagen habe ich ein Klingeln im Ohr. Keine Sorge, dies ist kein Fall für den Hausarzt, sondern meine neueste Errungenschaft, so eine Art „Büroimplantat“ in Form eines Telefon-Headsets. Absolut raumsparend, nahezu grenzenlos mobil, Wind- und Wettertauglich. Und die einzig mögliche Konsequenz auf die Flut von Anrufen, durch die ich jeden Tag wate.
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Die weißen Super-Mütter vom Rolfshof

von Petra Rolfs

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Alle kennen sie, unsere knuffigen cremefarbenen Kühe mit ihren Kälbern. Auf unserem Hof sind sie schon seit über 20 Jahren zu Hause.

Ihre nette Art und ihre gute Futterverwertung auf den Marschweiden ließen sie zu den besonderen Lieblingen von Helmut Rolfs werden. Er liebt sie alle und sie lieben ihn.

Wenn er sie ruft, rennen sie voller Begeisterung los, so dass wir manchmal fürchten, sie würden vor dem Zaun nicht zum Stehen kommen.

Ihre Mütterlichkeit lässt sie besonders direkt nach dem Kalben auch mal leicht reizbar werden. Man sollte Mutter und Kind besser in Ruhe lassen, wenn das Kalb noch ganz klein ist, sonst wird man schnell zum Pamplona-Experten…

Pamplona ist die Stadt, in der die Stiere einmal im Jahr den Menschen hinterherjagen dürfen. Aber wer will das schon im Urlaub.

Von Frühjahr bis Herbst genießen unsere weißen Rinder ihr Leben auf den saftigen Marschweiden. Im Winter kuscheln sie lieber mit ihren Kälbern im Stroh und vertilgen dabei Unmengen von Heu, Silage und Wurzeln.

Und manchmal lassen sie sich auch wie Milchkühe hinter den Ohren kraulen.

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Neues aus Hühnerhausen: Vorsicht Rowdys!

von Petra Rolfs

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Eine halbwüchsige Hühnerbande ignoriert regelmäßig die Grenzen des Hühnerstalles auf unserem Hof, zwängt sich durch die Staketen des Zaunes und überschwemmt den Hof mit fiesem Gegacker und penetrantem Gescharre.

Neuerdings wird sogar die Nahrungskette von diesen Hühnerrowdys in Frage gestellt. Sie werfen sich vor die zwar harmlosen, aber immerhin Raubkatzen des Hofes, wenn ahnungslose Feriengäste versuchen, die Katzen zu verwöhnen.

Statt einer lieben, weichen Katze haben die Feriengäste plötzlich ein Tier mit spitzem Schnabel und nackten Füßen in der Stube. Und von draußen drängen noch welche nach…

Also: Vorsicht beim Leckerchen geben, immer erst rechts und links gucken, ob kein Huhn in der Nähe ist. Achten Sie auf verräterisches Rascheln im Gebüsch, stellen Sie eine Wache in die Tür, sichern Sie Müsli und alles, was Körner enthält.

Die Hühnerbande ist zwar nicht gefährlich, aber auch nicht so richtig kuschelig.

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Reithalle – fertig!

von Petra Rolfs

Reithalle Rolfs

Vom Kaltduscher zum Weichei – durch den Bau einer Reithalle

25 Jahre haben wir allen Wettern und Winden getrotzt. Wir haben bei Eiseskälte, bei Hagel und Sturm und bei glühender Nordseesonne ausgehalten. Unsere Ponybahn lag zuerst direkt in der Windschneise des Ostwindes. Vor ein paar Jahren lag sie dann etwas Windgeschützter nach dem Umzug zwischen die Nachbarhäuser.
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Zahme Fasane – die Fortsetzung

von Petra Rolfs

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Sicher wollen Sie wissen, wie die Geschichte von zahmen Fasanen und wilden Hühnern weiterging.

Die Zeit war schnell gekommen, dass die kleinen Fasane groß genug waren, um Wichtelhausen zu verlassen. Zusammen mit ihrer ‚Hühnermutter‘ zogen sie in den großen Hühnerauslauf. Die kleinen Fasane waren schon recht selbstständig, so dass wir uns keine großen Sorgen machen mussten, ob sie sich zurechtfinden würden.
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Der Mähditationsweg

von Petra Rolfs

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Der Urlauber, der zu Fuß durch Büsumer Deichhausen spaziert und den Blick über die Felder schweifen lassen möchte, wird feststellen, dass sein Blick an einer bestimmten Stelle des Marschenweges an einem Schild hängenbleibt, das da am Anfang eines Feldweges steht.

Da der durchschnittliche Büsumer Deichhausen-Urlauber fit, ausgeruht und offen für Neues ist, wird er die Straße überqueren, um das Schild näher in Augenschein zu nehmen: ‚Mähditationsweg‘, liest der Urlauber, darunter: ‚Schäferei & Reiterei Rolfs‚. Aha, das erklärt das ‚Mäh‘, logisch, man sieht sogar Schafe auf einer Weide entlang des Weges und auf der anderen Seite grasende Ponys.
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Oona, Hütehund aus Leidenschaft

von Petra Rolfs

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Sie ist im Augenblick (fast) die wichtigste Mitarbeiterin auf dem Hof: Border Collie Oona, Hütehund von Beruf. Unersetzlich, wenn es darum geht, Schafe von H wie Hof nach D wie Deich oder auch nur von A nach B zu bringen.

Oona ist ein echter Workaholic, so ist sie in ihrer Freizeit unter anderem in der Gästebetreuung unterwegs.
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