Simsalabim

von Petra Rolfs

…über die Entstehung des Zauberlandes!

Wenn ich heute zurückblicke, dann stelle ich fest: Ich hatte eine glückliche Kindheit  mit vielen Aktivitäten und  Zeit zum Spielen. Frage ich meine inzwischen großen Kinder die hier in Büsum aufgewachsen sind, was sie „von früher“ in Erinnerung haben, kommt unabhängig voneinander der Satz – und dabei leuchten die Augen –„Was hatten wir für tolle Jahre, die wir verspielen konnten“.

Manchmal war es bei uns im Obergeschoss oder auf dem Hof so laut und lebendig, dass mein Mann und ich dachten „Gleich passiert was!“. Oder es war so mucksmäuschenstill, dass wir uns sicher waren, „Es ist was passiert“. Doch wenn wir nachschauten, saß da ein Kind „Gedanken versunken“ alleine in seiner kleinen Welt und spielte einfach vor sich hin. Oft waren sogar mehrere Stimmen und Personen zu hören und wir fragten uns, wer von den Freunden oder Freundinnen noch da war. Keiner – da spielte jemand mit verschiedenen Rollen in seiner eigenen Welt.

Es gab Tage da waren ganze Freundesgruppen zum Spielen da und man musste sich erstmal einigen, wer wer war und was für eine Rolle man spielen „durfte“: „Ich bin der und Du bist die.“ „Nein – ich bin der und Du bist der“. Der Kommunikationsbedarf war riesig bis man so richtig in „Spielfahrt“ kam. Einfachste Dinge wurden zum Leben erweckt und bekamen eine völlig andere Funktion. Als Erwachsener „Spiel-Quereinsteiger“ war man hin und wieder überfordert sich vorzustellen, was ein einfacher Stock  oder eine Dose alles sein konnten (und das obwohl wir doch alle einmal Kinder waren … zumindest die meisten von uns :). Eigentlich brauchten unsere Kinder und ihre Freunde nicht viel, um stundenlang die tollsten Abenteuer zu erleben. Es gab ein paar klare Regeln … der Rest war Verhandlungssache.

Und heute? Ich sehe oft die kleinen Wichtel alleine vor den unterschiedlichsten Geräten sitzen und konzentriert auf einen kleinen Bildschirm starren. Keine Kommunikation, keine Interaktion, keine Bewegung (außer mit dem kleinsten Finger), kein sich „Mit-Jemanden-Einigen-Müssen“, keine Phantasiewelt im eigenen Kopf…

Dann stelle ich mir die Frage, was dieser Generation einmal fehlen wird, wenn sie groß ist. Und ich bin mir sicher, es wird ihnen etwas fehlen…

kinder aktiv buesumAber nicht bei uns – denn wir haben ein Zauberland gebaut. Direkt auf dem freien Platz vor unserem Café ist es entstanden. Ein richtiges kleines Kinderdorf aus Holzhäusern, in denen „Kind“ spielen kann wie meine Kinder es getan haben. Viele Projekte und Ideen haben wir umgesetzt. Dinge haben sich bewährt und es gab auch Ideen die nicht alltagstauglich waren. Jeden morgen versucht eine Mitarbeiterin wieder ein bisschen Ordnung ins Zauberland zu bringen damit das Spielen weiter gehen kann. Aber alleine die Planung, die wir immer hinter den Kulissen weiter seit vielen wochen vorantreiben, lässt auch unsere Vorfreude auf das was noch entsteht wachsen und uns auch ein klein wenig wieder Kind sein. :)

In unserem Zauberland kann man weben und kochen, mit dem Dosen-Telefon telefonieren oder Säcke füllen und Dämme bauen. Doch der Rest ist der Kinder-Phantasie überlassen. Die Baumstämme können heute ein Boot und morgen eine Burgmauer sein. Immer das, was gerade gebraucht wird.

Wir haben uns für besondere Holzhäuser von Casa Kainsis entschieden, die alleine schon durch ihr Aussehen der Phantasie ein bisschen „auf die Sprünge helfen“. Sie werden sehen: Große und Kleine werden von ihnen magisch angezogen und das Bedürfnis verspüren, sie mit Leben zu füllen. Lassen Sie sich überraschen, welche Welten Sie plötzlich entdecken…

…und wir werden sicher sehr überrascht sein, was unser Zauberland mit den kleinen, großen und ganz großen „Kindern“ auf unserem Hof macht. ;)

Kommentare sind geschlossen.