Wichtige Gästefragen!

von Petra Rolfs

photocaseo8i6kbal50889891Ein großer Teil meines Jobs besteht unter anderen darin, Gästen am Telefon ihre brennenden Fragen zu beantworten. Ich mache das wirklich gerne doch manchmal reicht der Tag dafür nicht aus. Daher versuchen wir seit langem auf unserer Homepage durch „Fragen und Antworten“ die meisten Dinge kurzweilig und informativ vorab zu klären.

Aber es gibt Fragen, die wir wohl noch nicht ausführlich auf unserer Website erklärt haben; z.B. diese: „Wie sicher sind die Kinder auf dem Hof, beim Tiere füttern und kuscheln, in den Wohnungen oder im Garten?“

Spontan möchte ich dazu immer sagen: „Ich gebe Ihnen eine 99,9%ige Sicherheit, dass Sie und Ihre Kinder viele schöne und gemeinsame Erlebnisse während Ihres Urlaubs in der Schäferei Rolfs haben werden.“ Diese Zahl habe ich mir nicht ausgedacht, sondern aus den Rückmeldungen, errechnet, die die Gäste geben, wenn sie mit ihren quietsch vergnügten und völlig intakten Kindern zufrieden nach Hause fahren, um im nächsten Jahr voller Vorfreude wieder zu kommen.

Aber im Ernst: Die Ferienwohnungen sind ein Teil des Bauernhofs, der aus Schäferei, Reiterei, Landwirtschaft und den Feriengästen besteht. Dieser Bauernhof wiederum steht am Ortsrand von Büsumer Deichhausen und ist ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft. Und deshalb sperren wir hier niemand aus oder ein. Bis auf einige der Tiere natürlich… Die Schafe zum Beispiel. Denn das sind einfach zu viele, die nicht nur die Straßen verstopfen sondern auch in den Gärten wildern würden. Oder die Ponys, die sonst den ganzen Tag spazieren gehen, den Urlaubern das Picknick aus der Tasche ziehen und ihren Job vernachlässigen würden.

Aber die frei lebenden Tiere wie Igel, Hase oder Reh haben bei uns jederzeit Zutritt. So kann es passieren, dass Sie Ihren Kindern in der Dämmerung einen echten Igel zeigen können – was für eine Chance! Oder ein Reh, das vor der Terrasse steht! Oder die wilden Fasane, die abends mit einem riesigen Getöse (unter uns: es klingt wie ein völlig verstimmtes Musikinstrument) sich die Nachtplätze in den großen Bäumen um den Hof suchen, um dort sicher zu schlafen. Die Natur findet hier direkt vor dem Fenster statt und nicht nur im Fernsehen. 

Welche Sicherheitsrisiken in diesen Fällen für die Kinder bestehen, überlasse ich der Beurteilung der jeweiligen Erziehungsberechtigten …

Eine in den letzten Tagen am Telefon gestellte Gästefrage machte mich allerdings etwas ratlos. Eine besorgte Mutter fragte, ob ihr Baby denn im Garten weg krabbeln könnte!? Normalerweise bin ich selten sprachlos oder um eine Antwort verlegen. In diesem Fall schon. Nein, unser Gartenzaun ist nicht so engmaschig, dass nicht Babys auf der Flucht hindurchpassen würden. Aber irgendwie dachte ich mir als Mutter von vier Kinder, die inzwischen alle ohne nicht händelbare Fluchtversuche unbeschadet das Erwachsenenalter erreicht haben, es wird sich auch in Zukunft nicht ändern, dass man Kindern in bestimmten Altersstufen eine gewisse Aufmerksamkeit schenken sollte.

Gesagt habe ich dann aber nur: „Ja – aber erfahrungsgemäß krabbeln die meisten Babys erst am Morgen nach der – erlaubt – feuchtfröhlichen 18. Geburtstagsparty von ihren Eltern weg.“

Ich glaube nicht, dass die besorgte Mutter damit vollständig zufrieden war – aber mir fiel einfach nichts anderes dazu ein. Und auf unserer Website wird diese Frage sicher nicht landen …

1 Kommentar

  • Ulla-Amala Peters

    Kümmern Sie sich auch um Kinder, die nachts lieber spielen als schlafen möchten und ist die Spielscheune rund um die Uhr besetzt?
    Dürfen die Lämmer auch mit ins Bett und/oder mit nach Hause genommen werden?
    Vielleicht sollte die Dame Ihr Krabbelkind anleinen, wenn sie „chillen“ möchte.