Neue Hofauffahrt fertig!

von Petra Rolfs

Kies im Haufen Immer wenn es ein bisschen still in unserem Blog „Deichnachrichten“ wird und wir „weniger als sonst“ aus unserem Alltag berichten, wird hinter den Kulissen „mehr als sonst“ gearbeitet. So war es auch in den letzten Wochen.

Nachdem wir im Winter die erste Bauphase „Neue Küche und Wintergarten“ zum Saisonanfang abgeschlossen hatten, ging die zweite Bauphase „Neue Hoffauffahrt“ erst so richtig los.

 

„… und warum haben sie das nicht schon viel früher gemacht?“ fragt mich der nette ältere Herr im Café. Ich sitze gerade an diesem Freitagnachmittag vor dem langen Pfingstwochenende etwas geschafft und atemlos in einem der neuen Stühle des gerade mal nicht voll besetzten Kaffeegartens, lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen und bewundere das fertige Gesamtwerk.  „Ja“ sage ich , „ganz ehrlich, es war ein Haufen Arbeit bis hier her und wir hätten es einfach nicht schneller schaffen können“. Der Herr meint noch, dass das doch gar nicht so schwierig sein könne. Ich widerspreche ihm nicht und lasse die Baumaßnahmen noch einmal kurz Revue passieren.

 

Vor drei Jahren konnten wir das Haus hinter der Reitbahn erwerben. Damit wurde es erst möglich, eine neue Anfahrt zum Hof zu planen. Ämter, Kreise, Gemeinden und Nachbarn wollten gehört und gefragt werden. Ein Haufen Genehmigungen wurden eingeholt und zwischendurch hieß es immer wieder warten … Doch dann ging es los!

 

Zunächst wurde die kleine Straße Richtung „Warwerort“ in der Kurve verbreitert. Schließlich muss nun der komplette Verkehr hier lang.

 

20160428_100427_resized_1Dann musste eine 250 Meter lange Auffahrt über den hinteren Teil der Weide bis zum Hof geführt werden. Diese sollte so befestigt sein, dass nicht nur unsere Café-Gäste sondern auch unsere großen landwirtschaftlichen Fahrzeuge, LKWs der Zulieferer oder die Abholungen der Saatkartoffeln des Landwirtschaftlichen Betriebes diesen Weg benutzen konnten. Wer jemals in der Marsch Wege gebaut hat weiß oder ahnt, dass der Untergrund sehr solide befestigt sein muss. Sonst geht spätestens im Herbst / Winter nichts mehr. Alles versinkt im Schlamm.

 

Für die 50 Parkplätze galten die gleichen Vorgaben. Riesige Erdhügel und Befestigungs-Material ließen im letzten Sommer den Gerüchten freien Lauf, dass hinter der Reitbahn eine Lagerstätte für ein großes Deichbauprojekt sei. Auf den Parkplätzen wurden als oberste Schicht „Rasengittersteine“ verlegt. In die Zwischenräume kam Mutterboden und Gras-Saat, damit der Bereich später auch ein bisschen grün aussieht und nicht wie der Marktplatz in Heide … Insider wissen, was ich meine J

 

Da wir nun eine Straße quer über die Weide gebaut hatten, war hier ein neuer solider 500 Meter langer Holzzaun fällig. Aber das nur am Rande …

 

Ein ins Leben gerufener „Bau-Außenposten“ auf Hof Ohl Lühr stellte im Heulager derweil 30 gemütliche Holzsessel für den Außenbereich des Cafés fertig und zweigte gleich für den Springplatz auf Hof Ohl Lühr ein paar ab.

 

Der Weg neben der Café-Reitbahn wurde verbreitert, gepflastert und für alle Wetterlagen begehbar gemacht. Anschließend stellten wir vor dem Wintergarten ein wunderschönes Weide-Hoftor aus Holz auf und die neue Holzaußenfassade wurde originell dekoriert.Deko an Außenfassade

 

Der letzte LkW kam am Freitag pünktlich um 8 Uhr morgens mit 25 Tonnen Kieselsteinen, die auf 450qm verteilt und auseinander geschaufelt werden mussten. Nachdem die neuen Sessel und Tische im fast fertigen Kaffeegarten aufgebaut waren, war es geschafft.

 

Jetzt kommen noch Kleinigkeiten: Z.B. wurden kurzfristig zusätzliche Parkschilder besorgt, denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Wenn man so fährt „wie immer“ und nicht auf die Parkplatz-Schilder schaut landet man sehr schnell woanders und sicher nicht auf unserem neuen Parkplatz J. Aber unsere treuen Kunden werden sich schnell an die neue Situation gewöhnen und das gefahrlose Ein- und Ausparken zu schätzen wissen. Und nein – auch wenn ich es schon anders gehört habe –  der Weg vom neuen Parkplatz ist nicht länger als der vom alten Parkplatz. (Ich weiß es genau, denn ich habe die Steine, die vom Parkplatz zum Café verbaut wurden, errechnet und bezahlt J)

 

Alles, was jetzt noch fehlt, kommt in nächster Zeit. Ein bisschen Beschilderung, die Go-Cartbahn für die Kinder, die hintere Hofeinfahrt und natürlich unsere „richtige“ Deko für den Kaffeegarten. Ach ja – Wolldecken und Sonnenschirme stehen auch noch auf der Liste. Die ersten Gäste fragten schon: am Freitag nach Sonnenschirmen, am Samstag nach Decken…

 

HoftorSeit Freitag 12 Uhr ist der zweite Bauabschnitt fertig und wir können aus vollem Herzen sagen „GESCHAFFT“. Es war dringend nötig, denn die alte Einfahrt hatte so ihre Tücken. Auch wenn wir 18 Jahre unfallfrei geblieben sind – trotz vieler Kleinkinder oder anderen Lebewesen wie z.B. unserer Hofkatze Herrn Pelzmann. Er hat mit seiner besonderen Art sich einfach irgendwo in die Sonne zu legen und zu schlafen, gerne mal den sonntäglichen Verkehrskollaps bei den abfahrenden Autofahrern ausgelöst. Nur beherztes Eingreifen aus den Reihen der Gäste oder Mitarbeiter konnte schlimmeres verhindern. Es gab ein paar Lackkratzer an parkenden Autos von Go-Cart fahrenden Kindern und ein Mini Go-Cart (ohne Kind!!) wurde beim Ausparken platt gefahren – aber sonst ist nichts passiert. Ein kleines Wunder und ein großes DANKESCHÖN an alle Teckerfahrer, Lieferanten, Cafébesucher mit Auto und Eltern, die gut aufgepasst haben.

 

Jetzt kann der Fahrzeugpark gefahrlos aufgestockt werden und wir freuen uns auf eine schöne unfallfreie Saison J.

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