Deichnachrichten

aus der Schäferei & Reiterei

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Eine Hommage an unsere Deichschafe!

von Petra Rolfs

schafe schäferei bauernhof büsumDeichschafe sind etwas ganz Besonderes. Sie leben das ganze Jahr bei Wind und Wetter auf und am Deich und in den nahe gelegenen Naturschutzgebieten. Auf der Suche nach dem salzigen Gras legen sie weite Strecken zurück. Über viele Jahrzehnte sind sie genau für diesen Ort – ihrem Platz zum Glücklichsein – gezüchtet worden. Und so lange es genug zu fressen gibt wollen sie auch gar nicht woanders hin.

Lediglich in der Lammzeit kommen sie nach Hause in den Stall. Allerdings nur, weil WIR gerne möchten, dass sie ihre Lämmer bei uns bekommen und nicht irgendwo auf den weiten Flächen Dithmarschens. So können wir ihnen helfen, wenn es bei der Geburt mal nicht so klappt und geben ihnen Schutz und Ruhe im Stall. Die Natur hat leider nicht viel übrig für schwächere Lämmer in der freien Wildbahn.

Unsere Schafe sind durch ihre eigene Wolle optimal an das Nordsee-Wetter angepasst. Für sie gibt es kein schlechtes Wetter, denn sie sind immer perfekt angezogen. Ihre Wolle fühlt sich wegen der besonderen Wollstruktur ein bisschen rau an …so wie hin und wieder auch die Menschen an der Küste :).

Die Wolle hat zudem eine besondere Kräuselung, die es ermöglicht möglichst viel Luft einzuschließen. Das hat den Vorteil, dass sie auch im Winter schön warm hält. Wer Wollpullover trägt weiß: Es gibt nichts, was mehr wärmt, als echte Wolle.

Und aus diesem tollen Material wollten wir einfach noch mehr machen. Nach dem Scheren, Waschen, Kämmen und Weben haben wir die Wolle gut eingepackt und weit in den Osten Deutschlands fahren lassen. Dort gibt es eine kleine Firma, die aus unseren Wollvliesen wunderschöne Kuscheltiere für große und kleine Schaf-Fans näht. Natürlich auch mit Schafwolle gefüllt :) Augen und Gesichter werden gestickt – wir finden, dass verleiht ihnen einen ganz besonderen Charme. Und für den Notfall sind sie sogar waschbar!

Wer uns kennt weiß, dass wir unser ganzes Herzblut in die Entwicklung der beiden gesteckt haben. Und jeder, der die deutsche Bürokratie kennt, kann sich vorstellen, wie schwer es ist in Deutschland Kinderspielzeug herstellen zu lassen :). Aber wir finden, es hat sich gelohnt, als nach über einem Jahr die ersten Muster auf dem Schreibtisch saßen.

Daher haben unsere Deichschafe die besten „Eltern“ verdient, die man sich vorstellen kann. Nämlich Sie! Unsere Kuscheltiere werden bestimmt nicht einfach gekauft – sie werden adoptiert! Wir freuen uns, wenn Sie sie mitnehmen, ihnen andere schöne Orte zum Glücklichsein zeigen z.B. Ihr Zuhause, Ihren Arbeitsplatz, Ihren Lieblingsplatz… Vielleicht reisen sie mit Ihnen durch Deutschland oder Europa, vielleicht ziehen sie auch noch weiter um die Welt… immer begleitet von Ihnen, den Menschen, die sie mögen und gut auf sie aufpassen. Genauso wie wir es mit unseren Deichschafen tun.

….und vielleicht schicken Sie uns ja auch mal ein Foto von unseren Schafen und dem Platz zum Glücklichsein an dem sie gerade sind. Dann wissen wir alle hier auf dem Hof, dass es Ihnen auch gut geht und können uns beruhigt unserer Arbeit widmen.

Aber – zwei Namen brauchten wir auch noch. Aus ganz ganz ganz vielen Vorschlägen (DANKESCHÖN – wir waren überwältigt!!!) haben wir uns zwei herausgesucht, damit jeder – egal wo die beiden sind – weiß wo sie herkommen: Fräulein Deich und Herr Hausen. Getauft nach ihrem Geburtsort Büsumer DEICHHAUSEN. Mit einem Namen, der zeigt wo die Heimat ist, mit einem großen Herz aus Deichschaf-Wolle und ihrer ganz charmanten Art werden sie überall Freunde finden. Wir sind sicher, sie sind gut vorbereitet  und werden in der Welt leicht zu recht kommen.

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Ein großes DANKESCHÖN an unsere Gäste!

von Petra Rolfs

Alles was Beine hat macht sich an Ostern mit den ersten Sonnenstrahlen – oder auch mal ohne – auf den Weg an die frische Luft. Einfach mal raus aus den vier Wänden. An den Feiertagen will man es sich mal so richtig gut gehen lassen. Allerdings könnte es sein, dass auch der Rest der Welt auf diese wundervolle Idee gekommen ist .

Und wenn an solchen Tagen das eine oder andere schief geht, was normalerweise glatt läuft und unsere Gäste trotzdem gut gelaunt sind, verdient das nicht nur ein großes DANKESCHÖN:

Danke an all unsere Karfreitags-Gäste, dass sie es mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen haben, dass der leckere Käsekuchen schon um drei Uhr nachmittags ausverkauft war. Vielleicht lag es am frischen Wind, dass an diesem Tag jeder ausgerechnet diesen Kuchen haben wollte.

Danke an unsere Gäste, die uns zwischendurch einfach mal auf die Schulter geklopft und in den Zauberschrank gerufen haben: „Ihr macht echt ein tollen Job!“. Denn unser Team musste durch krankheitsbedingten Personalausfall zum großen Teil ihre Freizeit opfern und doppelte Schichten schieben … so dass wir auch hin und wieder im Stress waren.

Danke an die Gäste, die honoriert haben, dass wir trotz voll reserviertem Café zum Frühstück es möglich gemacht haben zusätzlich mitgebrachte Familienmitglieder auch noch unterzubringen. Auch wenn es dann eng wurde.

Danke an die Gäste, die voller Geduld ein paar Minuten aufs frische Rührei gewartet und sich dann nicht gleich eine zweite Portion aufgefüllt haben …man wusste ja gar nicht ob es noch was gibt. J

Danke an die Gäste, die den Stromausfall in der Hauptküche zur Frühstückszeit mit einem „Geben Sie uns einfach eine Kerze mehr – dann passt es schon.“ kommentiert haben.

… und und und. Wir könnten noch viele weitere Sachen aufzählen, die dazu neigen, an solchen Tagen zu haken und gemeistert werden müssen. Murphys Law kennt dann keine Gnade. Leider auch bei uns nicht …

Deshalb möchten wir uns bei allen Gästen entschuldigen, die nicht ganz so zufrieden waren, weil sie von uns anderes gewöhnt sind. Und bedanken bei denen, die uns immer wieder mit einem freundlichen Wort motiviert haben.

Wie schon gesagt – wir haben einfach tolle Gäste!

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Klettern am Mäh-Everest

von Petra Rolfs

Einzigartig an der Westküste: Lammsportschule Rolfs

Ganz neu und einzigartig an der gesamten Westküste und vermutlich auch weit darüber hinaus ist die Schulung junger Schafe auf die speziellen Anforderungen, die das Deichschafleben an das heranwachsende Schaf stellt.

In sorgfältig ausgearbeiteten Trainingseinheiten werden die Schafe von Lamm auf in den Disziplinen: Stehen, Laufen und Schlafen am Hang geschult. Dazu wurde der Graben-Aushub benutzt und nach dem Vorbild alpiner Bergketten eine traumhafte Hügel- und Berglandschaft mit  verschiedenen Schwierigkeitsgraden für die Schulschafe angelegt. Die Schafe lernen in sicherer Umgebung auf spielerische Art und Weise, wie sie die Hufe am Hang setzen müssen.

Die Übungseinheiten in der Disziplin  „Laufen am Deich“ fördern das Gleichgewicht und beugen somit Schwindelanfällen am Deich vor, was die Verletzungsgefahr durch Stürze erheblich minimiert. Die Übungen zu  „Stehen am Deich“ führen zur einseitigen Verkürzung der Beinlänge während des Wachstums, so dass das erwachsene Schaf viel sicherer in Hanglage fressen kann. In der Disziplin „Schlafen am Deich“ werden alle bisherigen  Trainigserfolge zusammen geführt und eine entspannte Schlafposition ohne lästiges Herunterkullern geübt.

Abgeschlossen wird die  Ausbildung durch den großen Deichauftrieb im Frühjahr.

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Lammzeit – Wir stehen Rede und Antwort!

von Petra Rolfs

Im Moment ist bei uns Lammzeit. Und diese Wochen sind mit Abstand die anstrengendsten und zeitintensivsten des Jahres. Und wir haben daher nicht immer Zeit unseren Gästen in aller Ruhe und Geduld die vielen Fragen zu beantworten, die Groß und Klein nun durch den Kopf gehen – auch wenn wir uns sehr darüber freuen, dass der Wissensdurst und das Interesse so groß sind. Deshalb gibt es jetzt eine ganz ausführliche Info, die alles erklärt.

Wir haben in diesem Flyer alle wichtigen Fragen gesammelt und beantwortet, die uns unsere Gäste in den vielen Jahren des „offenen Stall “gestellt haben. Und vor allem erklären wir auch, warum manchmal die Stalltüren geschlossen sind. Hier wird außerdem gezeigt, wie das Leben in einer Schäferei verläuft, denn bei uns werden nicht nur ein paar Schafe gehalten, um die Gäste zu erfreuen. (Das ist ein toller Nebeneffekt J). Wir sind gespannt, was Sie zu diesem Infoheftchen sagen. Den Flyer gibt es übrigens bei uns im Café und an den Stalltüren.

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Kleine ganz groß … Wichtelwochen!

von Petra Rolfs

Es geht wieder los … auf unserem Hof sind wieder Wichtelwochen. Und da die Nachfrage in den letzten Jahren so groß war, gibt es bei den „Frühlingswichteln“ noch ein paar weitere schöne Wohnungen für einen Kurzurlaub oder mehr in unserem Hause: In der Zeit vom 18. März bis 1. April 2017 freuen wir uns auf die „Vor-Ostern-Wichtel“.

Und das ist was ganz besonderes. Denn wenn die großen Kinder zur Schule gehen gehört unseren kleinsten Gästen im Alter von 0 bis 6 Jahren der ganze Hof.

In unserem Haus gibt es fast das ganze Jahr verteilt Wichtelwochen. Es gibt „Frühlingswichtel“ oder „Lammzeitwichtel“, es gibt „Sommer-“ und sogar „Herbstwichtel“. In diesen Zeiten nun muss alles etwas kleiner geplant und durchgeführt werden: Die kleinen Ponys sind aus dem Urlaub zurück, im Café sind alle Hochstühle belegt und in jeder Wohnung steht mindestens ein Kinderbett. Die Waschmaschinen laufen auf Hochtouren und waschen in erster Linie eher kleinteilige Sachen … aber davon jede Menge. Und die Mitarbeiterinnen der Jahreszeitenwerkstatt passen ihr Programm der Fingerfertigkeit der Wichtel an … und rechnen hin und wieder auch mal mit spontanen kleinen Planänderungen. J

Viele unserer Wichtel kommen mit Ihren Eltern oder Großeltern und genießen das gemeinsame Erleben und Entdecken in und um die Schäferei und Reiterei. Es ist eine ganz besondere und entspannte Zeit, die man als Familie miteinander verbringt. Spannende Dinge sind zu erleben und kleine Abenteuer zu bestehen. Und das ganz besonders in der Jahreszeit, in der bei uns Lammzeit ist.

Wer sich von den Wichteln eher für die Ponys interessiert … kein Problem. Auch schon die ganz kleinen Reiter können bei uns aufs Pony. Allerdings lassen wir es hier etwas ruhiger angehen. Im Vordergrund stehen der Kontakt und das gaaaaaaaaaaanz langsame Kennenlernen. Die „Wichtelponys“ wie Blacky und Schneewittchen – allesamt keinen Meter hoch – werden zu richtig großen Tieren, wenn wir auf Kinderaugenhöhe sind.  Und wer schon als kleiner Mensch wild entschlossen ist, diese Gruppe zu überspringen, steigt einfach in der nächsten Gruppe ein.

Lust bekommen ein paar Tage mit den Kleinen bei uns zu sein? Das komplette Pauschalprogramm finden Sie hier: https://www.schaeferei-rolfs.de/pauschalangebote/urlaub-mit-kleinkind-2017/

 

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Es wird Zeit Danke zu sagen … für Ihr Feedback an uns!

von Petra Rolfs

Schäfchen PostOb auf Facebook, Google und anderen Plattformen oder direkt in unserem Cafe – wir stellen fest: „Unsere Gäste teilen sich gerne mit!“. Hier bei uns kann er dies durch den „hausinternen“ Briefkasten tun und mitteilen was ihm wichtig ist. Ein persönliches Gespräch und ein freundliches Wort wissen alle zu schätzen, aber manchmal passt es einfach nicht und der schriftliche Weg ist die Wahl.

Die meisten kennen sie: Unsere Umfragebögen. Sie liegen im Café aus und wir freuen uns, wenn die Gäste Feedback geben. Und es machen viele und das ist gut so.  Ganz tolles Feedback ist dabei, das von allen immer gebührend gefeiert wird. Und auch Verbesserungsvorschläge. Wenn’s mal dicke kommt, versuchen wir zu verstehen warum der Gast das so empfunden hat. Meistens im Team, manchmal hinter verschlossenen Türen, ab und zu auch mit dem Kopf auf dem Tisch, weil auch wir nicht alle Wünsche erfüllen können und  nicht jeder jeden Tag in Bestform ist. Persönlich versuchen wir es nicht zu nehmen – aber immer ernst. Schließlich ist Kritik ja immer kostenlose Unternehmensberatung …sagt man so in „Fachkreisen“. :-). Denn … wir bekommen durch unsere Umfragebögen das Gefühl, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind, ob neue Kurse in der Jahreszeitenwerkstatt für „gut“ befunden werden, ein Pony fehlt, das gerade Urlaub hat und schmerzlich vermisst wird, besondere Torten gemocht werden  oder was sonst wie ankommt, worüber wir noch nie nachgedacht haben. Unser Gast ist da gnadenlos und unbestechlich!

Ihre Umfragebögen und das Feedback, das wir bekommen haben, hat uns zu dem werden lassen was wir heute sind: „Ein Platz zum Glücklich sein“ für ganz, ganz viele Familien. Immer 100% leisten können und werden wir auch in Zukunft nicht schaffen ohne Mensch bleiben zu können … aber wir werden immer unser Bestes geben. Großen Dank an unsere treuen Fans und lieben Gäste in den vielen Jahren …

Ein Umfragebogen hängt im Augenblick für alle sichtbar in der Caféküche und jeder schmunzelt, wenn er an ihm vorbei saust. umfragebogenMotivation pur für die ganze Mannschaft weiter mit so viel Herzblut wie bisher bei der Arbeit zu sein. Nun freuen wir uns auf 2017 mit vielen tollen Gästen und weiterhin Ihrem konstruktiven Feedback.

 

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Was ist bloß ein „Zauberschrank“?

von Petra Rolfs

Sie wissen nicht was ein Zauberschrank ist? Da können wir Ihnen helfen :)
Bei unserer letzten Baumaßnahme im Winter 2015/2016 haben wir überlegt wohin der Gast in Zukunft sein schmutziges Geschirr stellen kann. Wir mögen keine schmuddeligen Tablettwagen, die immer voll und nicht besonders schön sind und – unter uns – ein bisschen nach Jugendherberge aussehen. So ist unser Zauberschrank entstanden. Und wie funktioniert er? Der Gast stellt sein Tablett mit dem gebrauchten Geschirr hinein und schon ist es verschwunden …und an einer anderen Stelle steht wieder sauber glänzendes Geschirr zur Verfügung.
Unser Zauberschrank spricht auch manchmal mit den Gästen: Er bedankt sich für die Rückgabe oder für die Geschirr-Stapelkunststücke, die ein Tablett doppelt so groß erscheinen lassen als es wirklich ist. Damit ihn alle finden und der schöne Schrank nicht nur für ein Dekorationsstück im Café gehalten wird gibt es seit ein paar Wochen auch noch einen Hinweis über dem Schrank. Eine kleine Anmerkung in eigener Sache: Die Zauberfeen und Zaubermänner, die im dem Schrank arbeiten, können nicht mit nach Hause genommen werden – auch wenn es in den Gesprächen vor dem Zauberschrank öfters gefordert wird. Und ACHTUNG: Wenn Sie jetzt glauben, dass würde auch mit anderen Schränken funktionieren – Vorsicht!! Stellen Sie schmutziges Geschirr nicht einfach in Schränke – das funktioniert nur mit unserem Zauberschrank!

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Unser Tipp: Schenken Sie sich doch mal Familien-Zeit!

von Petra Rolfs

fuee-2Wer kennt das nicht … bis zum nächsten Urlaub ist es noch soooooooo lange hin. Und Ihre Kinder fragen ständig, ob es wohl „Sternchen“, „Zorro“ oder den vielen anderen Lieblingsponys auch gut geht? Oder aber – Sie wissen beim besten Willen nicht was Sie Oma oder Opa oder den Schwiegereltern schenken sollen? Da haben wir die Lösung für Sie: Ein gemeinsames ganz entspanntes Wochenende mit „Kind & Kegel“ hier bei uns! Sie kommen an, stellen die Koffer in die Wohnung und schon fühlen Sie sich wie Zuhause – nur rundum versorgt. Wir haben für die ganze Familie ein tolles Programm vorbereitet und auch ums Essen brauchen Sie sich nicht zu kümmern: Frühstück und Abendbrot gibt es im Café. Den Sonntag können Sie noch ohne Hektik auf dem Hof  verbringen und erst nach Hause fahren, wann immer Sie möchten.

Werfen Sie doch einfach einen Blick in unseren Belegungskalender, ob Ihre Lieblingswohnung an einem der Pauschal-Wochenenden noch frei ist und buchen Sie die Familien-Auszeit bevor andere schneller waren. Jetzt müssen Sie sich nur entscheiden ob das „Ponyglück“, unser „Lichterfest“ oder die die „Mäh, Mehr, Meer“ Wochenenden das richtige für Ihre Familie ist. Dabei können wir Ihnen leider nicht helfen … ;)

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„Mein“ Herr Pelzmannn…

von Petra Rolfs

img-20160705-wa0000Auf unserem Hof gibt es eine Katze, die eine große Fangemeinde hat… auch wenn Herr Pelzmann eigentlich mir „gehört“: Ich habe ihm auf die Welt geholfen, ich habe dafür gesorgt, dass er eine besonders fürsorgliche Katzenmutter hatte und ich bin immer noch sein größter Fan. Seine Freundschaft ist für mich wirklich etwas ganz besonderes …

Als Kind kannte ich genau so eine Katze. Vielleicht ist Herr Pelzmann deshalb so bedeutsam für mich. ER hieß „Christmas“ und war ebenfalls riesengroß und rot. Bei den Besuchen zusammen mit meiner Mutter bei einer alten Tante hat er mich vor allem mit seiner ruhigen Art immer sehr beeindruckt. Ich habe ihn jedoch noch riesiger als Herrn Pelzmann in Erinnerung… aber vielleicht war ich auch einfach nur viel kleiner .

Im Winter, wenn es bei uns etwas ruhiger zugeht, liegt „mein“ roter Kerl abends auf der Decke auf unserem Sofa und wartet, bis ich für die Familie gekocht und die eMails beantwortet habe, damit wir zum gemütlichen Teil übergehen können. Spätestens bei der Tagesschau ruht er „schwer wie Blei“ auf meinem Bauch oder den Beinen und schnurrt so laut, dass ich das Ende der Nachrichten nur noch sehen kann. An hören ist nicht zu mehr denken…

Und es gibt noch so viel mehr von Herrn Pelzmann zu erzählen. So wurde die Idee geboren, seine Geschichte aufzuschreiben. Doch die Sichtung der eigenen Fotos ergab, das wir nur ein paar wenige originelle Fotos hatten – einfach nicht genug. Aber der Aufruf auf Facebook bei unseren Fans und die Frage, ob sie vielleicht ein oder zwei Urlaubsfotos von unserem Kater hätten schwemmte eine solche Fülle von tollen Fotos in unser Postfach, dass wir ganz gerührt waren. An dieser Stelle noch einmal vielen vielen Dank dafür!!!

 

Und nun geht sie los … Herrn Pelzmanns Geschichte!

002Ich mag Katzen sehr. Vor allem Katzenkinder. Diese kleinen Wesen bezaubern mich einfach. Und wenn man mich nicht aufhält, dann können es plötzlich ein paar mehr sein J

Unsere „oberste“ Hauskatze hieß Gismo. Sie war eine wunderschöne Norwegische Waldkatze  – für alle, die es genauer wissen wollen – eine Main-Coon mit irgendwas. Sie lebte in und um unserem Haus und dem angrenzenden Garten. Sie sprach nicht mit Fremden und ich glaube kaum, dass ein Gast sie jemals gesehen hat. Die meiste Zeit schlief sie irgendwo auf einem Platz. Manchmal, wenn ich sie so liegen sah, glaubte ich, sie fügte sich nahtlos in die Hausfarben und dem dazugehörigen Corporate Design ein. Sie sah einfach überall gut und passend aus! (Bild Gismo auf Korbsessel)

Als sie noch jung war bekam sie jedes Jahr bezaubernde Katzenkinder. Anscheinend fand sich immer ein netter Kater, der eine so wunderschöne Main-Coon-Katze glücklich machte. Ihre Katzenkinder waren immer so besonders, dass wir nach jedem Wurf seltsamerweise immer ein Katzenkind mehr hatten. Mal war es die „ganz besondere Farbe“, mal „mussten“ wir das netteste Katzenbaby behalten … oder oder oder. Es gab immer einen Grund, um ein Katzenkind aus jedem Wurf nicht weggeben zu „dürfen“. Sie war aber auch eine wirklich ganz besonders liebevolle Mutter und brachte den kleinen Kindern alles bei was für ein Katzenleben wichtig ist. So kam auch Garfield zu uns …weil ich schon immer eine rote Katze haben wollte J

Doch es kam die Zeit, dass mein Mann entschied  – nach einer Vielzahl von anwesenden Haus- und Hofkatzen – jetzt wäre mal genug und wir sollten etwas tun, bevor wir uns in Katzenhotel verwandeln würden. Und er hatte so Recht: Unsere netten Katzen haben nämlich auch in der Jahreszeit, in der nicht so viele Gäste auf dem Hof sind, einen Anspruch auf Familienanschluss und belagern dann unser Haus. Lässt man sie vor der Tür, kann man irgendwann dem Maunzen nicht widerstehen. Bittet man sie herein, gibt es keinen Platz mehr auf dem Sofa wenn man den Feierabend erreicht hat …fotoforum-hofkatzen800

Also wurde schweren Herzens der Entschluss gefasst: noch einen Wurf und dann wird Gismo sterilisiert. Ein letztes Mal wurde Gismo von einem netten Kater aus dem Dorf „gefunden“ und fast zur gleichen Zeit war plötzlich auch die kleine rote Katze Garfield aus dem letzten Wurf schwanger. Da hatten wir diese frühreife Katze wohl etwas unterschätzt … Garfield – eindeutig ein Mädchen –brachte fast gleichzeitig mit Gismo Katzenbabys auf die Welt. Leider war Garfields einziges Katzenkind schon bei der Geburt tot. Was für ein Katzendrama …

Hier war erste Hilfe angesagt, denn Gismo hatte drei kleine runde Katzenkinder bekommen. Ein ziemlich großes rotes „Gismo-Knäuel“, das so aussah als ob es auf ein Katzenleben gut vorbereitet war, wurde ausgesucht und einfach zu Garfield in die verwaiste Katzenhöhle gepackt: Ein großer Karton mit Schaffell war nun das neue Zuhause für den kleinen Kerl aus dem er nicht heraus kam, weil die Wände zu hoch waren.

Garfield lies sich nicht lange bitten und schenkte alle seine große Katzen-Mutter-Liebe diesem kleinen roten Katzenknäuel. Und der kleine rote Kater? Der hatte gar keine andere Wahl und fand die neue warme Milchquelle und die dazu gehörige Katze auch „ganz nett“ –  selbst wenn ihr Fell nicht so weich und kuschelig war wie das seiner richtigen Mutter.

fotoOb das heutige etwas SPRÖDE Verhältnis von Mutter Garfield und Adoptivsohn Herr Pelzmann aus der Zeit der „Zweckgemeinschaft“ stammt weiß man nicht. Aus dem kleinen Einzel-Katzenkind wurde der riesige Herr Pelzmann. Er schläft übrigens noch immer mit einer besonderen Vorliebe in Kartons J. Natürlich „musste“ auch dieses Katzenkind bei uns bleiben und ergänzte damit die Reihe perfekt. Damit war dann aber auch wirklich Schluss!

Diverse Termine beim Tierarzt beendeten meine züchterischen Ambitionen und ließen die nun anwesende Katzen-Gang ein beschauliches Katzenleben auf dem Hof führen – bis zum heutigen Tag.

Herr Pelzmann ist, wenn man die Verwandtschaftsgrade durchgeht, eigentlich ein Halbbruder vielleicht auch ein richtiger Bruder von seiner Ziehmutter Garfield. Mit Sicherheit können wir sagen, dass sie die gleiche Mutter haben … Gismo. Über den Vater haben wir selbst auch viele Jahre später keine Angaben. Inzwischen hat uns nach fast 15 Jahren Gismo verlassen und nur noch Garfield, Herr Pelzmann und Katze Schröder leben als Dauergäste auf dem Hof. Hmmmm … vielleicht ist in diesem Winter der richtige Zeitpunkt nach einem neuen Familienmitglied Ausschau zu halten. J

 

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Der NDR war da!

von Petra Rolfs

Schäferei Rolfs in NDR-MeinNachmittag am 30.09.2016

…ein „Hinter-den-Kulissen-Bericht“.

An einem wunderschönen Septembernachmittag klingelt zwischen diversen Telefonanrufen „mal wieder“ das Handy und dieses Mal ist es weder eine Reservierung für das Café noch eine Rückfrage zu einer Ferienwohnung. Die Aufnahmeleitung des NDR ist dran.

„Hallo. Sind Sie Frau Rolfs – die Chefin des Cafés? Wir würden gerne unsere Nachmittags-Sendung in Ihrem Café aufzeichnen. Mittlerweile haben wir so viele Briefe von unseren Zuschauern, dass wir Sie mal besuchen sollen und dass wir eigentlich nicht mehr an Ihnen vorbeikommen. Sie müssen ja wirklich einen tollen Betrieb haben.“ – PAUSE …

Ein bisschen geschmeichelt denke ich natürlich nicht ganz zu Ende … und sage „Na klar –  wann möchten Sie denn kommen?“ „Ach, wenn das bei Ihnen passt sind wir am nächsten Freitag schon da.“ „Ähhhhh…“ „…und übrigens – kennen Sie unsere Sendung? Das Ganze ist immer live.“

Das ist der Augenblick, in dem mir fast der Hörer aus der Hand fällt. „Sollte ich noch was wissen?“ frage ich kleinlaut. „Ja, Sie backen zusammen mit unserem Reporter einen Kuchen und unsere Zuschauer brauchen dann das Rezept. Das ist schon alles!“

Ich versuche noch einzuwenden, dass ich schon lange nicht mehr selber backe und ganz zauberhafte Konditoren habe, die die tollsten Dinge veranstalten. Keine Chance. Das Sendeformat ist „Backen mit dem Geschäftsinhaber“ und nebenbei gibt es eine kurzweilige Plauderei über den Betrieb. Da gibt es nichts zu rütteln. Zu spät da muss ich nun durch.

Nun gilt es Grundlagenrecherche zu betreiben: Ich schaue mir Sven Tietzer, „meinen“ Reporter in der Sendung und mir aus originellen Abendprogrammen bekannt, und das Sendeformat in der NDR Mediathek an und stelle fest: die Authentizität liegt in seiner unschlagbaren Spontanität. Es fängt mich an zu Gruseln. Da kann man in einer Livesendung ganz schön doof da stehen denke ich …

Zwei Tage später ruft die Aufnahmeleitung nochmals an und bespricht kurz den Ablauf, erwähnt, dass der Aufnahmewagen „ein bisschen“ Strom braucht und sie einfach am Freitag da sind. Ach … und wir wären ja auch eine Schäferei, ob vielleicht noch jemand ein bisschen was über Schafe erzählen könnte. Es gäbe doch sicher etwas, was die Zuschauer interessant finden. Also – ganz unkompliziert! :)… und ob ich ein noch ein bisschen Werbung machen könnte, denn sie hätten ganz oft Betriebe, in denen zum Aufnahmezeitpunkt fast kein Publikum wäre …und das sieht dann immer so komisch aus …

Ich werfe ein, dass ich große Sorge hätte, dass das Kamerateam und die Assistenz nicht mehr in den Laden passen, wenn ich auf Facebook oder der Dithmarscher Zeitung schreibe, dass wir den NDR erwarten. Verwirrung … diesmal bei der Aufnahmeleitung:„Äh … wo ist Ihr Café gleich noch mal? In Büsumer Deichhausen?“

Freitag, der 30. September 2016, 9.30 Uhr. Das erste Kamerateam sitzt im Café und draußen gießt es in Strömen. Das Wetterradar verspricht einen wettermäßig „nordseetypischen Nachmittag“ zwischen den Schauern. Maas, mein Sohn, der Schäfermeister, nutzt die Chance mit dem Kamerateam einen „Schaf-Porno auf dem Deich“ kindgerecht aufzuarbeiten, um diesen im Nachmittagsprogramm des NDR zu platzieren. Die Idee von „schwarzen Balken“ kommt auf … aber es geht dann doch ohne. Und am Ende ist es durchaus unterhaltsam anzusehen ;).

Währenddessen wird das Café unter Strom gesetzt. Zwei Kamerateams und ein Aufnahmewagen werden mit Kabeln an unsere größten Stromquellen gehängt. Hätten wir an diesem Tag die große Kartoffeln-Sortiermaschine gebraucht, wären die Lichter in Deichhausen ausgegangen. Eine zweite Leitung muss durch Fensteröffnungen und Türspalten gelegt werden. Die darf aber im Bild nicht zu sehen sein … Eine sportliche Herausforderung. Die Küche wird zum „Trimm-Dich-Pfad“.

Sven Tietzer geht mit mir den groben Ablauf durch. Ich merke – dass ist nur der grobe Ablauf. Der Rest wird freihändig improvisiert. Tolle Aussichten. Meine Frage an die Aufnahmeleitung, was ich denn mit meinen Händen machen sollte, wenn wir nicht irgendwas machen wird mit dem Satz beantwortet: „Am besten nicht wild rumwedeln.“ AHA. Im Vorabendprogramm hatte ich mal einen „Wetterfrosch“ gesehen der so mit den Armen schwenkte, dass man sich gar nicht mehr auf das Wetter konzentrieren konnte … Das wollte ich natürlich tunlichst vermeiden.

Ich frage nach dem „ Photoshopfilter für besseres Aussehen“ … dies wird nur belächelt. „Seien Sie einfach authentisch!“ Wieder AHA. Für einen Laien alles gar nicht so einfach. Das Mikrofon hinter meinem Ohr lässt mich nicht die Haare hinter die Ohren streichen. Ich habe immer die Haare hinter den Ohren. Wie soll ich mich da wohlfühlen??? Marion, meine Dekofachfrau, erkläre ich zu meiner persönlichen Assistenz. Sie muss schauen, dass die Bluse und die Schürze immer richtig sitzen – es scheint zu klappen.

Noch drei Minuten… noch zwei Minuten… noch eine Minute… wir starren auf einen klitzekleinen Monitor und hören die Anmoderation aus dem Studio… noch 10 Sekunden. Mein Gehirn scheint sich in Watte zu verwandeln. Ich weiß, dass sich meine ganze Familie vor dem Fernsehen versammelt und unsere gute Fee Frau Sasse sich ins Auto verdrückt hat, um auf dem Handy das Ganze live zu verfolgen. Selbstzweifel überfallen mich, wer kam bloß auf die blöde Idee, Ja zu sagen …

„Konzentrieren Sie sich nur auf mich und schauen Sie nicht in die Kamera“ sagt Sven mit dem ich mich inzwischen Duze noch zu mir, „…und bleiben Sie immer dicht bei mir.“ Gut gesagt!

…und dann sind wir auf Sendung! Alles klappt, ich versabble mich nicht wirklich, hab auf alles eine kurzweilige Antwort, stehe nur einmal total falsch vor der Kamera und verliere trotz hoher Geschwindigkeit nicht den Anschluss an Sven. Was wirklich nicht immer leicht ist…

Total geschafft und platt … aber glücklich. Am Abend schauen wir nochmal „in Familie“ die Aufzeichnung an und stellen fest, dass wir uns ganz wacker geschlagen haben. Mein Sohn und ich. Der Rest war immer schneller weg als der Schall, wenn die Kamera um die Ecke kam …

Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass ich live nicht so oft brauche. Das kostet doch mehr Kraft als man sich vorher vorstellt. Nachts träume ich noch – trotz eines guten Weißweins – dass ich es total vergeigt hätte und nun in Zukunft im Edeka nur mit Sonnenbrille einkaufen könnte, weil jeder denkt – „Ehhh … das ist doch die, die bei der Live- Sendung so mit den Armen gewedelt hat.“ :)

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